Das Italienische Kulturinstitut Köln präsentiert am Mittwoch, den 4. März in seinem Theatersaal die Videoedition der Aktion Un casting in italiano (l’opera che rimane) [Italian Casting (das Werk, das bleibt)] von Susanna Schoenberg.
Un casting in italiano (l’opera che rimane) entsteht aus einer in den Räumlichkeiten des Italienischen Kulturinstituts anlässlich der 70 Jahre des deutsch-italienischen Abkommens zur Anwerbung und Vermittlung italienischer Arbeitskräfte in der Bundesrepublik Deutschland („Das Anwerbeabkommen“) durchgeführten Aktion der Künstlerin Susanna Schoenberg: Dabei handelt es sich um ein Casting, an dem zwischen April und Juni 2025 Personen mit italienischer Staatsangehörigkeit und deutschem Wohnsitz Auszüge aus dem Abkommen von 1955 vorgelesen haben.
Mit dieser Aktion wurde eine Beziehung zwischen Bürgern und Institution mithilfe des konkreten Vergleichs zwischen Stimme und Sprache hervorgerufen (oder sogar experimentell aktiviert). Durch die Einbeziehung von Menschen, die Italien nach dem Abkommen in mehreren Phasen verlassen haben, oder die nie in Italien gelebt haben, vermittelt das Casting auch ein zeitgenössisches Bild der Entwicklungen des Migrationsphänomens in den letzten 70 Jahren. Diesem Projekt wird in der Videoedition Un casting in italiano (l’opera che rimane) Ausdruck verliehen.
Die sechs Kapitel des Werks – Einleitung, Begrüßung, Wartezeit, Unterbrechung, Casting und Abspann – werden am 4. März 2026 im Theatersaal des Italienischen Kulturinstituts in Köln vorgestellt.
Zeitplan der Vorführungen:
zwischen 17.30 Uhr und 18.00 Uhr ist es möglich das Material auf Anfrage zu sichten (Video on Demand);
von 18.00 Uhr bis 19.00 Uhr wird das 5. Kapitel des Werk vorgeführt, worin es ausschließlich um die Casting-Aufnahmen geht und die Inhalte der Vereinbarung über die Anwerbung und Vermittlung italienischer Arbeitskräfte rekonstruiert werden;
um 19.00 Uhr gibt es eine Einführung von Susanna Schoenberg mit der Vorführung des ersten Kapitels, worin es um die Staatsbürgerschaft und die Beziehung zwischen künstlerischer Arbeit und Institution geht;
von 19.30 bis 20.00 Uhr wird das Kapitel 3 vorgeführt. Darin geht es um die Wartezeit und das Briefing für das Casting.
Susanna Schoenberg ist eine Künstlerin, die mit Technologie, Kino und Performance arbeitet. Mit arte e parte produziert sie künstlerische Kooperationen, öffentliche Aktionen und Beiträge zu interdisziplinären und transkulturellen Projekten.
In deutscher und italienische Sprache
Freier Eintritt