Das Italienische Kulturinstitut Köln präsentiert das Konzert des Francesco Bearzatti Trios, das am Donnerstag, den 12. November, um 19:00 Uhr im Theatersaal stattfindet.
Francesco Bearzatti, einer der bedeutendsten zeitgenössischen italienischen Jazzmusiker, präsentiert dem Publikum des Italienischen Kulturinstituts ein Programm mit neuen Interpretationen von deutschen und italienischen Klassikern der Popmusik. Mit seinem frischen, ironischen und unvorhersehbaren Stil bearbeitet Bearzatti nicht nur Stücke von Ennio Morricone oder Nena, sondern auch Werke großer europäischer Komponisten wie Giuseppe Verdi und Richard Wagner. Die harmonischen Strukturen werden zerlegt und neu zusammengesetzt, der Rhythmus zerfällt, um sich dann in neuen Formen wieder zusammenzufügen. Es ist ein ständiges Spiel mit Perspektiven, bei dem das musikalische Material kreativ gemischt wird und stets Raum für Interaktion und Ausdrucksfreiheit bleibt.
Das Francesco Bearzatti Trio besteht aus:
Francesco Bearzatti – Saxophon
Alexander Morsey – Tuba, Kontrabass
Jens Düppe – Schalgzeug
Der aus dem Friaul stammende und für alle Jazzeinflüsse offene Saxophonist und Komponist Francesco Bearzatti hat zahlreiche wegweisende Bands und Projekte der italienischen Szene ins Leben gerufen, darunter Sax Pistols, The Bears Trio und das Quartett Tinissima. Sein Album „X“, das Malcolm X gewidmet ist, wurde 2010 von den Zeitschriften „Musica“ und „JazzIt“ als bestes Album des Jahres ausgezeichnet. Im Jahr 2011 erhielt er den Prix Bobby Jaspar der Académie du Jazz als bester europäischer Musiker.
Jens Düppe, der von der Zeitschrift „Jazz Podium“ als „einer der besten Schlagzeuger und Bandleader Deutschlands“ bezeichnet wurde, hat sieben Alben unter eigenem Namen veröffentlicht. 2018 war er für den ECHO als bester deutscher Schlagzeuger nominiert und erhielt 2019 den WDR-Jazzpreis für Improvisation. Er schuf Auftragswerke für das Festival ACHT Brücken in Köln (2016) und für das Europäische Kirchenmusikfestival in Schwäbisch Gmünd. Als „Kulturbotschafter für Musik“ des Goethe-Instituts trat er auf allen fünf Kontinenten auf.
Alexander Morsey zählt zu den gefragtesten Bassisten Deutschlands und zu den wenigen deutschen Jazzmusikern, die sich auf die Tuba spezialisiert haben. Er hat an über achtzig Plattenaufnahmen mitgewirkt, sowohl als Bassist als auch als Komponist und Arrangeur. Im Mittelpunkt seiner musikalischen Suche steht der Dialog zwischen Jazz und Weltmusik: Er liebt es, Elemente aus dem Nahen Osten, dem Balkan und Lateinamerika mit der Sprache des klassischen Jazz zu verweben und so originelle Wege der stilistischen Verschmelzung zu schaffen.