Samstag, den 27. Mai 2017, 19 Uhr
Ort: Italienisches Generalkonsulat, Universitätsstr. 81, 50931 Köln
Eröffnung der Ausstellung „Transiti“ von Karin Danne (Photographie – Lyrik) & Silvana Carrotta (Philosophie – Kunst)
Wenn die Kunst mit dem Leben zu tun hat, mit all seinen „Falten“ und Fragestellungen, dann kann man auf diese nicht antworten, sondern sie nur erforschen.Und zwar all jene Gebiete und Kräfte, die am Chaos beteiligt sind, und die sich genau dadurch behaupten, dass sie eben nicht eindeutig sinngerichtet sind.
Dem Leben so das wiedergeben, was zum Leben in all seiner Kraft gehört, und zwar „Die absolute Bewegung“, sein Sich-„Ent-Falten“, die endlose Bewegung von all dem, was unendlich ist. Auf diese Weise kommen Nomaden-Identitäten ans Licht, sich bewegende Nicht-Gegenstände, organlose Körper, Wüsten, in denen Flüsse des Verlangens strömen, die nicht mehr einem Kodex unterworfen sind.
Sich zu Nomaden machen, sich verirren, um wieder in der Lage zu sein, die Kraft unserer Wahrnehmung zu regenerieren, den Blick, davon abzuwenden, wie wir normalerweise die Welt sehen und das Andere berühren, mit der realen Welt auf Tuchfühlung zu gehen, um zuzulassen, dass sich neue Möglichkeiten einer Existenz „entfalten“, die wir bis jetzt nicht wahrgenommen hatten. Dem Unmittelbaren zu entfliehen, und eben inaktuell in einem Moment der unendlichen Transformation zu sein, ein undefinierbares Sein-Werden, das nie aufhört und nie anfängt.
Einladung (PDF)