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Residenz von Jacopo Jenna und des Kulturvereins KLm | tanzhaus nrw Düsseldorf

Das Italienische Kulturinstitut Köln fördert in Zusammenarbeit mit MiC – Direzione Generale per lo Spettacolo und der NID New Italian Dance Platform ein Programm bilateraler künstlerischer Residenzen im Bereich des zeitgenössischen Tanzes. Die Residenzen sind das Ergebnis der Zusammenarbeit mit lokalen Partnern, die nicht nur ihre Kenntnisse über den italienischen Tanz erweitern möchten, um Aufführungen in den Theatern ihres jeweiligen Landes zu planen, sondern auch die Projektwege der Künstler  erleichtern und begleiten möchten, um damit die berufliche Zusammenarbeit und internationale Koproduktionen zu stärken.

In diesem Rahmen unterstützt das Italienische Kulturinstitut Köln die Residenz von Jacopo Jenna und dem Kulturverein KLm, welche vom 5. bis 15. Dezember 2022 im tanzhaus nrw in Düsseldorf stattfinden wird.
Während dieser Residenz wird Jacopo Jenna an der Produktion von Danse Macabre, seiner nächsten Aufführung arbeiten, welche den Wettbewerb CollaborAction 2022/2023 des Netzwerks Anticorpi XL bewonnen hat.

Die Danse Macabre ist eine spätmittelalterliche Tradition, welche bildende Kunst, Architektur, Poesie und andere Ausdrucksformen miteinander verbindet. Es handelt sich um eines der am weitesten entwickelten ikonografischen Themen in der Geschichte der abendländischen Kunst. Sie ist eng mit der Ausbreitung der Pest verbunden, einer Epidemie, die am Ende des Mittelalters in ganz Europa Millionen von Opfern forderte, aber auch zur Entstehung eines komplexeren Denkens über die Wirklichkeit führte. In dieser versuchte der Mensch seine Beziehung zum Diesseits tiefer als bis zu diesem Zeitpunkt üblich zu ergründen.
Der Tanz der Toten geht auf die allgemeinere Vorstellung zurück, dass jede Bewegung im Jenseits ein Tanzen sei: demnach tanzen nämlich Sterne, Götter,  Geister und auch die Natur.

Danse Macabre ist eine Aufforderung zu einem Tanz hin zum Unbekannten, zur Bindung und Bejahung von Beziehungen mit der Welt der Gegenwart, die mithilfe einer visionäre Mischung aus tanzenden Körpern, Film, elektronischer Musik und Licht immer auf der Suche bleibt. Das Projekt zielt auf eine neue Form des makabren Tanzes hin, der sich seiner vormodernen Virtualität bewusst ist und sich enfesslet, indem er sich vom Stress der Epidemie befreit.

Informationen: http://www.jacopoj.it/

 

 

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