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Come il vento. Eine von Ralph Goertz kuratierte Fotoausstellung | IIC Köln

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Das Italienische Kulturinstitut Köln präsentiert Come il vento. Italienische „Fotografie der Orte“, ein von Ralph Goertz kuratiertes Ausstellungsprojekt, das im Italienischen Kulturinstitut vom 6. Februar bis zum 3. Juli 2026 zu besichtigen ist.

Öffnungszeiten:

9. Februar – 3. Juli 2026
Mo.-Do. 9.00-13.00 / 13.30-17.00
Fr. 9.00-14.00

Eröffnung: Freitag, 6. Februar um 19.00 Uhr. In Anwesenheit des Kurators Ralph Goertz.
Mit italienischem Aperitiv.
Freier Eintritt

Die Ausstellung “Come il vento“ ist eine Entnahme aus „No Place like Home“, der größten Überblicksausstellung zur italienische Fotografie seit „Viaggio in Italia“ aus dem Jahre 1984. Es werden rund 60 Werke von 10 italienischen Fotografinnen und Fotografen präsentiert, die sich auf individuelle Weise mit dem Medium der Fotografie auseinandergesetzt haben und in einer besonderen Beziehung zu Guido Guidi, einem der wichtigsten Vertreter der neuen italienischen Fotografie, stehen.

„Come il vento“ untersucht die sogenannte „Fotografie der Orte“, die Guido Guidi zusammen mit Luigi Ghirri, Gabriele Basilico und Olivo Barbieri als neue künstlerische Entwicklung in der Italienischen Fotografie seit den späten 1970er Jahren etabliert hat. Diese Herangehensweise wurde von den nachfolgenden Generationen neu interpretiert. In der „Fotografie der Orte“ konzentrierten sich die Fotograf*innen in ihrer Arbeitsweise auf die Betrachtung von Fotografie als Wiedergabe der materiellen Objekte, welche die von den Menschen bewohnten Räume bestimmen.

Mit der „Fotografie der Orte” haben diese Fotografen versucht, ein besonderes Gefühl der Zugehörigkeit und Nähe zum eigenen Territorium und insbesondere zu den Gebieten zwischen Stadt und Land herzustellen. Für diese Künstler ist die Fotografie also weniger ein Mittel der bildlichen Darstellung, sondern richtet sich mehr auf die Räume, in denen sich das Leben der Menschen konkret abspielt.

Die hier gezeigten Fotograf*innen eint die geistige und sinnliche Auseinandersetzung mit dem Ort als kollektives Gedächtnis. Obwohl es in Italien keine einheitliche Schule der Fotografie an einer Kunstakademie gab, haben die meisten der hier gezeigten Autor*innen bei Guido Guidi an der Accademia di Belle Arti in Ravenna oder der Universität von Venedig studiert. In ihrer klaren Bildsprache erschaffen sie beeindruckende Werke voller Poesie und Reflexion, abseits aller Klischees von „Dolce Vita“ und „Bella Italia“.

 

Beteiligte Fotograf*innen: Carmen Colombo, Matteo Di Giovanni, Alessandra Dragoni, Cesare Fabbri, Marcello Galvani, Guido Guidi, Francesca Iovene, Allegra Martin, Francesco Neri und Luca Nostri.

 

Ralph Goertz (*1970 in Krefeld) studierte Theater- und Filmwissenschaften an der Ruhr-Universität Bochum und Kulturmanagement an der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Luzern und Zürich. 2009 gründete er das IKS – Institut für Kunstdokumentation in Düsseldorf und erweiterte es 2022 um eine eigene Fotoabteilung (IKS Photo). Seine Ausstellungen und Filme gewannen zahlreiche Auszeichnungen wie „Die neun besten Ausstellungen des Sommers 2019 in Europa“, „Beste Ausstellung 2020“, „Delphic Art Movie Award Berlin“ und den „On Art Film Award“ in Warschau. Heute arbeitet Goertz als Filmemacher und Kurator für Fotografie u.a. mit der Kunsthalle Darmstadt, Kunsthalle Düsseldorf, Kunstpalast, Ludwiggalerie Oberhausen, Clems-Sels Museum Neuss, NRW-Forum Düsseldorf, Haus am Kleistpark, Museum für Fotografie Berlin, Photo Museum Ireland und dem Museum for Photography Krakow zusammen. Seine Filme sind in den Sammlungen internationaler Museen wie Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Museum of Modern Art New York und Ghetty Museum Los Angeles vertreten.

 

Bild: Alessandra Dragoni_LIBERA POESIA, 2023

  • In Zusammenarbeit mit: IKS – Institute for Art Documentation di Düsseldorf