In Zusammenarbeit mit dem Festival Lit.Cologne unterstützt das Italienische Kulturinstitut Köln eine Begegnung mit Gianrico Carofiglio am Donnerstag, den 19. März 2026 um 20.30 im Roten Saal des Comedia Theaters.
Von Paola Barbon moderiert, wird in der zweisprachigen Veranstaltung der Roman „Der Horizont der Nacht“ vorgestellt. Die deutschsprachigen Lesungen werden von Peter Lohmeyer vorgetragen.
Gianrico Carofiglio war Richter, Senator und Antimafia-Staatsanwalt. Als brillanter Erzähler und Beobachter beschäftigt er sich in seinen Texten stets mit der Relativität von Wahrheit und Schuld sowie mit der Kluft zwischen Recht und Gerechtigkeit. Nun legt er mit Der Horizont der Nacht seinen neuen Kriminalroman vor. Darin gesteht Elvira Castell, den drogenabhängigen Lebensgefährten ihrer Zwillingsschwester erschossen zu haben. Die Indizien sind schwerwiegend. Aber war es kaltblütiger Mord oder eher Notwehr? Avvocato Guerrieri weiß Bescheid: Die Strategie der Verteidigung ist entscheidend, Vorsatz würde nämlich lebenslänglich bedeuten. Doch während der Prozess seinem Höhepunkt entgegenstrebt, verliert Guerrieri langsam den Glauben an die Gerechtigkeit und sucht verzweifelt nach Antworten in den Gassen des nächtlichen Bari.
Der 1961 in Bari geborene Gianrico Carofiglio war jahrelang als Richter, Senator und Anti-Mafia-Staatsanwalt tätig und beschäftigte sich dabei intensiv mit Verhörtechniken und Aussagepsychologie. Ihn faszinieren die Tiefen der menschlichen Seele, die Ursachen einer Straftat, die Kluft zwischen Wahrheit, Recht und Gerechtigkeit, der Gebrauch und Missbrauch von Sprache. Seine Bücher, darunter „Drei Uhr morgens“ und „Groll“, inzwischen millionenfach verkauft, sind in 28 Sprachen übersetzt.
Die aus Mailand stammende Paola Barbon lebt und arbeitet zwischen Münster und ihrer Heimatstadt. Nachdem sie viele Jahre lang Italienischlektorin an der Ruhr-Universität-Bochum war, ist sie heute als Moderatorin, Dramaturgin, Übersetzerin und Dolmetscherin tätig.
Peter Lohmeyer ist in einer Pfarrersfamilie im Ruhrgebiet aufgewachsen. Nach Ausbildung an der Westfälischen Schauspielschule in Bochum ist er zwischen Theater und Film über die Jahre in die erste Liga der deutschsprachigen Schauspielkunst aufgestiegen. Trotz vieler Filmpreise ist er immer auf dem Boden geblieben und hat in der schönen Hafenstadt Hamburg seine Heimat gefunden. Auf die Frage, was er an Peter Lohmeyer am meisten schätze, hat sein Kollege Joachim Król einmal gesagt: „seine Leidensfähigkeit“. Dieser dagegen lebt, nach eigener Aussage, glücklich und zufrieden entsprechend der Devise: Wir sind viel zu sehr damit beschäftigt, Fehler zu vermeiden, anstatt sie zu machen! Seit Jahren widmet er sich mit Austellungen in Salzburg, Wien, Hamburg und Köln auch der bildenden Kunst.
Informationen und Tickets: litcologne.de