19.00 Uhr
Vortrag von Prof. Gabriele Guerra, Köln, mit Lichtbildern.
Am 29. März 1516 beschloss der venezianische Senat, dass alle in der Stadt ansässigen Juden zusammen in einem eigenen, abgesonderten Viertel leben mussten. Es entstand das erste europäische Ghetto, das das Stadtleben kennzeichnete in einer charakteristischen Dialektik von Trennung und Öffnung, bis 1797 Napoleon die Serenissima-Republik eroberte, den Juden Bürgerrechte verlieh und damit das Ghetto auflöste.
Seitdem sind die venezianischen Juden ein wichtiger – und typischer – Bestandteil des Stadtlebens an der Lagune. Ziel des Vortrags ist, diese facettenreiche Welt in all ihrer geschichtlichen Entwicklung, ihren kulturellen Aspekten und dramatischen sowie anekdotischen Implikationen bis hin in die Aktualität zu zeigen, mit Hilfe einer reichen ikonographischen Dokumentation.
Gabriele Guerra hat in Rom und Berlin Germanistik, Philosophie und Judaistik studiert und an der FU Berlin im Fachbereich Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft promoviert. Jetzt ist er Professor für deutsche Literaturgeschichte an der Universität „La Sapienza“ in Rom.
Eine Veranstaltung der Freunde des Italienischen Kulturinstituts Köln e.V.
Eintritt frei.
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